Souveräne KI braucht mehr als europäische Server

Symbolbild: Markus Winkler auf Unsplash.com

Viele Unternehmen beschäftigen sich derzeit intensiv mit digitaler Souveränität und setzen dabei auf europäische Cloud-Infrastrukturen, Rechenzentren oder KI-Modelle. Doch die Herkunft einer Technologie allein garantiert noch keine souveräne KI. Erst im praktischen Einsatz zeigt sich, dass Nachvollziehbarkeit, Datenqualität, klare Verantwortlichkeiten und die Kontrolle über Entscheidungen mindestens ebenso wichtig sind wie der Standort der Infrastruktur. Wer KI-Systeme nicht verstehen, überprüfen und steuern kann, bleibt trotz europäischer Technologie von ihnen abhängig.

Wie RZ-Kunden das KI-Zeitalter vorantreiben können, ohne Emissionen in die Höhe zu treiben

Rechenzentrum (Bild: Alex Shuper auf Unsplash.com)

Rechenzentren gelten als das unsichtbare Rückgrat der digitalen Wirtschaft – und zunehmend auch der KI-Revolution. Die Marktanalyseagentur ICIS geht davon aus, dass die Kapazität von Rechenzentren in Europa von derzeit rund 9,2 Gigawatt (GW) bis zum Ende des Jahrzehnts auf 17,5 GW und bis 2035 auf 26,6 GW steigen wird.

Sovereignty-First: Compliance frisst Cloud-First zum Frühstück

Symbolbild: Markus Winkler auf Unsplash.com

Lange galt Cloud-First als unumstrittenes Leitprinzip moderner IT-Strategie. Wer skalieren wollte, zog in die Cloud – schnell, flexibel und vermeintlich günstig. Doch 2026 reicht dieses Prinzip nicht mehr aus. Regulatorische Anforderungen, geopolitische Verschiebungen und der breite Einsatz von KI in geschäftskritischen Prozessen haben die Spielregeln fundamental verändert.

Intelligente Fabriken brauchen intelligente IT-Sicherheit

Symbolbild: KI-generiert, STM

Die Integration von KI in der Fertigung gewährt Herstellern enorme Vorteile in Bezug auf Effizienz, Produktivität, Wissensaustausch und Kostensenkungen. Für Serge Thibault, VP Information Security bei Poka, ist das Potenzial der KI in der Fertigung zwar gross, doch ohne angemessene Sicherheitsmassnahmen auf Unternehmensebene kann sie schnell zu einem Betriebs- und Reputationsrisiko werden. Denn leistungsstarke KI-Tools bringen kritische Sicherheits- und Compliance-Probleme mit sich.

Schrumpfkur bei Rechenzentren: Die (fast) unsichtbare Infrastruktur

Datacenter in a Box (Bild: AI-generated, zVg)

Während Cloud-Rechenzentren immer gigantischere Ausmasse annehmen, schrumpft die On-Premise-Welt radikal. Was früher industrielle Kühlung und eigene Serverräume erforderte, passt heute dank 3nm-Chips und moderner HCI buchstäblich in einen Milchkarton. Diese Miniaturisierung markiert einen Wendepunkt für mittelständische Unternehmen: Sie beendet das Entweder-oder zwischen Cloud-Abhängigkeit und Infrastruktur-Chaos.

KI als Belastungstest für Cloud-Kosten

Symbobild: pixabay

Eine internationale Befragung von mehr als 2.000 IT-Entscheidern zeigt, dass 94 Prozent Schwierigkeiten haben, ihre Cloud-Ausgaben zu optimieren. Parallel wachsen die Investitionen in Cloud-Architekturen, um die Anforderungen moderner KI-Workloads zu unterstützen. Steigende Kosten resultieren dabei weniger aus dem Verbrauch, sondern aus internen Abläufen, die sich in klassischen Modellen der Big Tech Anbieter nur eingeschränkt kontrollieren lassen.

Sichere KI in Microsoft 365 beginnt bei der Datenbasis

Logobild: Microsoft

Microsoft Copilot ist kein isoliertes KI-Tool. Es verarbeitet E-Mails, Dateien, Chats und Kalenderdaten und erzeugt daraus neuen Content. Genau darin liegt das zentrale Risiko: Die KI (Künstliche Intelligenz) nutzt dieselben Informationen wie der Anwender – inklusive sensibler Inhalte. Ohne technische Leitplanken kann KI schnell einmal zum Compliance-Problem mutieren.

Cybersicherheit weit mehr als nur ein Compliance-Kriterium

Cybersicherheit sollte in der Unternehmenskultur verankert sein (Symbolbild: Pixabay/'Geralt)

Im Falle eines erfolgreichen Angriffs sind die Schuldigen mitunter schnell gefunden: Eine Lücke in der Firewall, eine geöffnete Phishing-Mail oder eine übersehene Warnmeldung. Doch ein Blick in die Praxis zeigt: IT-Sicherheit scheitert nicht an Technologien oder Fehlverhalten, sondern bereits grundsätzlich an einem Mangel an Unternehmenskultur. Wenn Cybersicherheit in einer Organisation nur als eine schlecht durchgesetzte Aufgabe von anderen für andere verstanden wird, entsteht vielleicht eine oberflächliche Compliance, aber keine wirkliche Cyberresilienz.

Predictive AI: Von reaktiv zu vorausschauend

Predict AI (Foto: Dynatrace)

Cloud-native Architekturen sind für viele Unternehmen zum Standard geworden. Doch mit ihrer Flexibilität wächst auch die Komplexität und damit das Risiko. Dynamische Workloads, verteilte Services und schnelllebige Deployments sorgen dafür, dass traditionelle Überwachungsmethoden immer öfter an Grenzen stossen. Klassisches Monitoring registriert Vorfälle, wenn sie bereits eingetreten sind. Im besten Fall wird schnell reagiert, im schlechtesten verzögert – mit Auswirkungen auf Performance, Stabilität und Geschäftskontinuität.

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