Schweizer Medien sollen von Facebook und Co Leistungsabgeltungen erhalten

Schweizer Medien sollen von Internet-Riesen Geld bekommen (Symbolbild: Pixabay)

Da die US-Internetgiganten wie Facebook oder Google von den lokalen Medien immer mehr Werbeeinnahmen abziehen, plant der Bund ein sogenanntes Leistungsschutzrecht, das diese Konzerne zu Entschädigungszahlungen zwingen soll. Daher hat der Bundesrat nun das Justizdepartement EJPD beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zu prüfen, wie eine Vorlage zum Schutz journalistischer Veröffentlichungen konkret ausgestaltet werden könnte. Eine Vernehmlassungsvorlage soll bis Ende 2022 aufgegleist werden.

Aus Berlusconis Mediaset wird Mediaforeurope

Aus Mediaset wird Mediaforeurope (Bild:Mediaset)

Der Mailänder Medienkonzern Mediaset im Besitz von Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hat seinen Firmensitz nach Amsterdam verlegt und ändert seinen Namen. Die Aktionärsversammlung von Mediaset, die zum ersten Mal in Amsterdam stattfand, gab grünes Licht für die Umbenennung des Unternehmens in Mediaforeurope (MfE), teilte der Konzern mit.

Weitere deutsche Verlage bestätigen Einigung mit Google

Weitere deutsche Medienhäuser haben eine Einigung mit Google auf Basis des neuen Leistungsschutzrechts bestätigt. Auch die Handelsblatt Media Group in Düsseldorf („Handelsblatt“, „Wirtschaftswoche“) und der Verlag Der Tagesspiegel in Berlin („Tagesspiegel“, „Potsdamer Neueste Nachrichten“) haben nach eigenen Angaben von heute einen Vertrag mit dem Internetkonzern abgeschlossen, wie das auch Google zuvor mitgeteilt hatte.

Arts & Culture findet Haustier-Doppelgänger

Katze trifft Katze: Nala Cat als ein Kunstwerk (Foto: google.com)

Mit Googles Kunstvermittlungs-App "Arts & Culture" können Anwender jetzt herausfinden, ob ihre Haustiere womöglich Doppelgänger in der Welt der Kunst haben. Um "Pet Portraits" zu nutzen, brauchen Nutzer nur in der App für Android oder iOS ein Foto ihres Lieblings schiessen. Mithilfe von Maschinenlernen findet diese dann in Sekundenschnelle Kunstwerke aus Museen und Ausstellungen rund um die Welt, die nach Ansicht des Algorithmus Ähnlichkeit mit dem fotografierten Tier haben.

Axel Springer bringt Politico-Übernahme in trockene Tücher

Axel Springer Verlagshaus in Hamburg (Bild: KMJ/CC BY-SA 3.0)

Der deutsche Konzern Axel Springer dringt mit dem Kauf des Nachrichtenunternehmens Politico weiter auf den US-Medienmarkt vor. Die bereits Ende August angekündigte Übernahme von Politico sei nach Erhalt aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen erfolgreich abgeschlossen worden, teilte der Konzern mit. Politico ergänze das Portfolio von Axel Springer auf dem US-Medienmarkt.

Sky lanciert "Sky Glass" gegen Streaming-Dienste

Bild: Sky

Die Bezahlfernseh-Plattform Sky will mit einem eigenen Fernsehgerät der wachsenden Konkurrenz von Streaming-Plattformen und Fernseh-Apps Paroli bieten. Die bisher zum Empfang der Sky-Programme erforderliche Set-Top-Box werde in das Gerät mit dem Namen "Sky Glass" integriert, sagte Sky-Chefin Dana Strong. Es funktioniere über WLAN: keine Schüssel, keine Box und kein Aufwand sei erforderlich. Alle Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney Plus wie auch herkömmliche Fernsehprogramme seien mit "Sky Glass" mit einer Fernbedienung oder über Sprachsteuerung empfangbar.

TX Group: 20 Minuten führt Social-Media-First-Strategie ein

Logo: 20 Minuten

Das zur TX Group gehörende Gratisblatt "20 Minuten" setzt ab 2022 gemäss einer Aussendung auf eine "Social-Media-first"-Strategie. Das bedeutet, dass die Inhalte in Zukunft zuerst über soziale Medien veröffentlicht werden, bevor sie für andere Kanäle wie die Website oder die gedruckte Pendlerzeitung aufbereitet werden. Ziel sei eine zielgruppengerechte Ansprache der jungen Generation, heisst es. 17 neue Stellen sollen in den Bereichen Inhalt, Distribution, Datenanalyse, Community Management und Verkauf geschaffen werden.

Neues Schweizer Filmgesetz in trockenen Tüchern

Symbolbild: Pixabay/Geralt

Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ werden künftig vier Prozent ihrer Schweizer Bruttoeinnahmen ins einheimische Filmschaffen investieren müssen. Die Initiative kam von der Schweizer Regierung, dem Bundesrat, der ein revidiertes Filmgesetz vorgeschlagen hatte. Danach sollen alle Anbieter, die Filme und Serien zeigen, auch in Produktionen von Schweizer Filmschaffenden investieren.

Internet allein macht noch keine Polit-Trolle

Vorsicht: Trolle sind im WWW leichter bemerkbar (Foto: Mark König, unsplash.com)

Im Internet kann man kaum über Politik diskutieren, ohne dass Trolle auftauchen. Das schiebt auch die Forschung oft auf die Anonymität des Internets und dadurch fehlende Empathie. Doch diese Erklärung stimmt gar nicht, so eine Studie der Universität Aarhus. Die gefühlt grosse Feindseligkeit in Online-Diskussionen rührt demnach eher daher, dass das Internet ohnehin zu aggressiven Worten neigende Menschen für andere einfach sichtbarer macht.

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