Künftig ernten Maschinen empfindliche Früchte wie Erdbeeren

Sanfter Greifer: hinterlässt keine Druckstellen auf Früchten (Foto: Jennifer Shephard, wvu.edu)

Empfindliche Früchte wie etwa Erdbeeren werden künftig von Robotern geerntet, zumindest wenn es nach Forschern der West Virginia University geht. Ihr Helfer pflückt diese dank eines optischen Sensors in Kombination mit dem Tastsinn einer neuen mechanischen Hand, die überdies die Reife der Früchte prüft.

Spinnentechnik liefert energiesparende Cam

SpiderCam: Gerät funktioniert mit Spinnenaugentechnik (Foto: Emma Alexander, northwestern.edu)

Forscher der Northwestern University nutzen die Technik von Springspinnen für eine neue digitale 3D-Kamera, die mit Abstand weniger Strom verbraucht als Konkurrenzmodelle. Das Geheimnis liegt in der Abstandsmessung, Springspinnen ermitteln ihn mit höchster Präzision, wenn sie zum Sprung ansetzen, um ein Beuteinsekt zu fangen.

Treppen verlieren für Roboter ihren Schrecken

Ein Zusatzarm fängt Stürze des Roboters zielgerichtet auf (Illustration: sutd.edu.sg)

Selbstbewusst nähert sich der neueste Kettenroboter der Singapore University of Technology and Design (SUTD). Denn dieser "weiss", dass er sie erklimmen muss - eine der schwierigsten Aufgaben für einen Roboter. Doch anders als seine Kollegen "weiss" er auch, dass er nicht fallen kann. Seine Entwickler haben ihm ein raffiniertes Tool mit auf den Weg gegeben, mit dem er sich, wie auch immer er stürzt, abfangen und wieder stabilisieren kann, um die nächste Stufe in Angriff zu nehmen.

Leichte Nanoröhrchen ersetzen schweres Kupfer

Dotiertes CNT-Kabel in einer extremen Vergrößerung (Illustration: materials.imdea.org)

Kupferkabel, wie sie in Drohnen, mobiler Elektronik und in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden, bekommen dank Forschern des IMDEA Materials Institute eine leichtgewichtige Konkurrenz. Zusammen mit weiteren spanischer Universitäten ist es gelungen, dünne Kabel aus Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT) herzustellen. Sie sind sechsmal leichter als Kabel aus Kupfer und sogar Aluminium, aber ähnlich leitfähig wie diese. Die Geräte werden damit leichter. Trotzdem geht nicht sehr viel mehr elektrische Energie aufgrund des elektrischen Widerstands der Kabel verloren, heisst es.

Neuartiger Roboter arbeitet nach Oktopus-Art

So arbeitet der Roboter nach Oktopus-Art (Grafik: Guangming Xie, pku.edu.cn)

Mit einem Robotergreifarm, der sowohl sensibel ist, also seine Umgebung nicht übermässig strapaziert, als auch kraftvoll zupacken kann, wollen Forscher der Universität Peking die Unterwasser-Manipulation revolutionieren. Die Anregung und Inspiration zu dieser Konstruktion haben sich die Experten beim Oktopus geholt.

Mit Magnonen in Richtung Mini-Quantencomputer

Von rechts nach links stehen Rostyslav Serha, Andrii Chumak, David Schmoll und Sebastian Knauer vor einem Kryostaten. Dieses Gerät dient zur Erzeugung und Stabilisierung extrem niedriger Temperaturen (Bild: zVg)

Magnonen sind winzige Wellen in der Magnetisierung und ideale Bausteine für hybride Quantensysteme und die Quantenmetrologie. Die bisher zu kurze Lebensdauer von maximal einigen hundert Nanosekunden ist allerdings eine Hürde. Einem internationalen Team von Physiker:innen unter Leitung von Andrii Chumak von der Uni Wien gelang es nun, diese Lebensdauer um das Hundertfache auf bis zu 18 Mikrosekunden zu verlängern – damit ist der Weg frei zu einem Quantencomputer in der Grösse einer 1-Cent-Münze.

Chips ermöglichen elektronische Mini-Geräte

Fitness-Tracker: künftig auch in kleinerem Format zu haben (Bild: pixabay.com, geralt)

Forscher unter der Leitung der University of California, Berkeley (UC Berkeley) haben die elektronischen Eigenschaften eines gängigen Halbleitermaterials verändert und damit energieeffizienter gemacht. Dies könnte der Grundstein zur schnelleren, stromsparenderen Datenspeicherung und -verarbeitung sein. Die wachsende Beliebtheit elektronischer Geräte treibt die Nachfrage nach energieeffizienteren Computerchips voran.

Empa-Spin-off Lepto: Mit Terahertz-Strahlung schneller und besser kommunizieren

Lepto-CEO Elena Mavrona hält einen Terahertz-Filter hoch (© Empa)

Terahertz-Strahlung ist ein bisher kaum genutzter, aber vielversprechender Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Die Empa-Forschenden Elena Mavrona und Erwin Hack wollen zur Schliessung dieser "Terahertz-Lücke" beitragen. Mit ihrem Spin-off "Lepto" stellen sie Filter und andere Geräte für Terahertz-Strahlung her und ermöglichen so eine Vielzahl von Anwendungen, sowohl im Weltraum als auch auf der Erde.

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