Quantenchip, in dem der Speicher mitschwingt

Der neue Quantenchip der ETH-Physikerin Yiwen Chu enthält sogenannte mechanische Resonatoren – winzige Bauteile, die beim Speichern von Informationen zu schwingen beginnen. Der Chip ist rund 7,5 Millimeter lang, 2,5 Millimeter breit und 1 Millimeter hoch und etwa so breit wie ein kleiner Fingernagel. (Bild: Hybrid Quantum Systems Group / ETH Zürich)

Beim Sichern stossen Quantencomputer noch an Grenzen. Forschende der ETH Zürich setzen nun auf mechanische Schwingungen statt auf elektromagnetische Speicher. Ihr neuer, schwingender Arbeitsspeicher kann auf kleinerem Raum deutlich mehr Information speichern. Dank passender Rechnerarchitektur lassen sich damit auch schwierige Aufgaben gut lösen.

Microsoft enthüllt neue Quantenchip-Generation

Microsofts neuer Quantenchip Majorana 2 (Bild: Microsoft)

Der US-amerikanische Softwaregigant Microsoft hat im Rahmen der Entwicklerkonferenz Build seinen neuen Quantenchip "Majorana 2“ offiziell vorgestellt. Dabei handelt es sich um den direkten Nachfolger des Anfang 2025 präsentierten Modells "Majorana 1". Für das Design und die Materialforschung nutzte der Redmonder Konzern das KI-Tool Microsoft Discovery. Diese selbstständig agierende KI habei dabei geholfen, grundlegende Hürden bei der Zuverlässigkeit und der Chipherstellung zu überwinden, teilt die Windowserfinderin dazu mit.

Mit Magnonen in Richtung Mini-Quantencomputer

Von rechts nach links stehen Rostyslav Serha, Andrii Chumak, David Schmoll und Sebastian Knauer vor einem Kryostaten. Dieses Gerät dient zur Erzeugung und Stabilisierung extrem niedriger Temperaturen (Bild: zVg)

Magnonen sind winzige Wellen in der Magnetisierung und ideale Bausteine für hybride Quantensysteme und die Quantenmetrologie. Die bisher zu kurze Lebensdauer von maximal einigen hundert Nanosekunden ist allerdings eine Hürde. Einem internationalen Team von Physiker:innen unter Leitung von Andrii Chumak von der Uni Wien gelang es nun, diese Lebensdauer um das Hundertfache auf bis zu 18 Mikrosekunden zu verlängern – damit ist der Weg frei zu einem Quantencomputer in der Grösse einer 1-Cent-Münze.

IBM veröffentlicht neue Referenzarchitektur für quantenzentriertes Supercomputing

Quantencomputing (Symbolbild: Fraunhofer)

IBM hat eine Referenzarchitektur für quantenzentriertes Supercomputing vorgestellt. Sie soll als neue Blaupause für die Integration von Quantencomputing in moderne Supercomputing-Umgebungen dienen. Die Architektur zeigt auf, wie Quantenprozessoren (QPUs) gemeinsam mit GPUs und CPUs – über On-Premises-Systeme, Forschungszentren und die Cloud hinweg – eingesetzt werden können, um wissenschaftliche Herausforderungen bewältigen, für die kein Ansatz für sich allein eine Lösung bieten könne.

Mit Qubits bleibt Geheimes absolut geheim

Doktorand Alexander DeRieux: Forscher setzt auf Quantenverschlüsselung (Foto: vt.edu)

Mithilfe der sogenannten Quantenverschränkung lässt sich Kommunikation über Funk abhörsicher gestalten. Den Beweis dafür liefert der Doktorand Alexander DeRieux von der Virginia Tech im Labor von Walid Saad. "Atome stehen nicht still. Sie vibrieren. Diese Schwingungen beeinflussen andere Atome in ihrer Nähe", so der Forscher.

Key Management System für quantensichere Netzwerke

KI-generiertes Bild von Fraunhofer IPMS

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS hat ein neuartiges Key Management System (KMS) entwickelt, das speziell für den Einsatz in quantensicheren Netzwerken gedacht ist. Das System soll Fraunhofer zufolge den Austausch von geheimen Schlüsseln verbessern und dafür sorgen, dass Daten sicher über grosse Netzwerke verteilt werden können.

IBM und Cisco entwickeln Netzwerk aus fehlertoleranten Quantencomputern

Auf dem Weg zum Quantencomputer-Netzwerk: Cisco und IBM (Bild: zVg)

IBM und Cisco wollen gemeinsam die Basis für vernetztes verteiltes Quantencomputing schaffen. Dabei bringe Big Blue seine Expertise beim Bau einsatzfähiger Quantencomputer ein, Cisco seine Quantennetzwerke. Gemeinsam erforschen sie gemäss Mitteilung, wie sich fehlertolerante Quantencomputer über die Roadmap von IBM hinaus skalieren lassen. Zusätzlich wollen sie grundlegende Herausforderungen auf dem Weg zu einem Quantencomputing-Internet lösen. Als Zeithorizont der Realisierung nennen die beiden Partner Anfang der 2030er Jahre.

Konsortium rund um HPE entwickelt Quantencomputer für den Massenmarkt

Die Quantum Scaling Alliance verküpft Quanten- mit Supercomputern. Hier im Bild das Modell HPE Cray Supercomputing GX5000

HPE und ein Konsortium von sieben weiteren Organisationen, wie etwa Applied Materials, Quantum Machines oder die Universität von Wisonsin, haben die Quantum Scaling Alliance aus der Taufe gehoben mit dem Ziel, Quantencomputing skalierbar und praktisch anwendbar zu machen. Masoud Mohseni von den HPE Labs leitet die Initiative zusammen mit John Martinis, der dieses Jahr zusammen mit John Clarke und Michel Devoret den Physik-Nobelpreis erhielt für seine Forschungen zum quantenmechanischen Tunneleffekt. Martinis ist zudem Mitgründer und Cheftechnologe des Unternehmens Qolab.

Uni Wien schickt weltweit ersten Quantencomputer ins All

Illustration des Satelliten mit Quantencomputer. C: Iris Agresti

Ein internationales Team um Philip Walther von der Universität Wien hat einen photonischen Quantencomputer entwickelt. Es ist der erste Quantenprozessor, der in den Weltraum geschickt wird. Eine besondere Herausforderung für das Team war es gemäss Mitteilung, den Quantencomputer so zu bauen, dass er den extremen Bedingungen im Weltraum standhalten kann. Der mit dem Quantenprozessor ausgestattete Satellit wird die Erde in einer Höhe von 550 km umkreisen. Der Quantenrechner im Miniaturformat soll am Samstagabend (21.

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