Spotify weiter auf Wachtumskurs

Spotify-Sitz in Stockholm (Bild: Erik Stattin/CC BY-SA 3.0)

Die schwedische Musikstreaming-Anbieterin Spotify konnte im vergangenen Quartal trotz der Kontroverse um den Podcast-Star Joe Rogan weiter zulegen. Konkret schloss der Branchenprimus aus Stockholm das letzte Vierteljahr mit 182 Millionen Abo-Kunden ab und damit mit um zwei Millionen mehr als Ende 2021. Spotify verdaute damit auch den schlagartigen Verlust von 1,5 Millionen Kunden in Russland, wo der Dienst angesichts der internationalen Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine den Betrieb einstellte.

Netflix mit Kundenschwund - Aktie stürzt über 20 Prozent ab

Bild: Souvik Banerjee auf Unsplash

Der Streamingmarktführer Netflix hat erstmals seit mehr als zehn Jahren ein Quartal mit Kundenschwund verkraften müssen. In den drei Monaten bis Ende März wurden rund 200.000 Abonnentinnen und Abonnenten abgemeldet, wie Netflix gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Anzahl der weltweiten Bezahlabos lag zum Quartalsende bei 221,6 Millionen. Eigentlich hatte das Unternehmen laut eigener Prognose mit einem Zuwachs von 2,5 Millionen Kundinnen und Kunden gerechnet.

Amazon kündigt kostenlosen Streamingdienst für Deutschland an

Symbolbild: iStock/Damircudic

Der US-amerikanische Online-Versandhandels- und Cloud-Riese Amazon plant noch für dieses Jahr den Launch eines kostenlosen Streamingdienstes in Deutschland. Bisher gibt es bereits das kostenpflichtige Streaming-Angebot Prime Video. Der kostenlose Streamingdienst IMDb TV ist bereits in den Vereinigten Staaten sowie in Grossbritannien verfügbar und wird "im Laufe dieses Jahres" auch in Deutschland starten, wie Amazon bekannt gibt. Am 27. April werde IMDb TV ausserdem in Amazon Freevee umbenannt.

Fülle an Streaming-Diensten verwirrt US-Bürger

Boom bei bezahlten Streaming-Diensten (Bild: Parker Byrd auf Unsplash)

46 Prozent der US-Bürger, die Streaming-Dienste nutzen, haben Probleme, unter der Fülle der Angebote das zu finden, was sie sehen möchten. Das zeigt eine Umfrage des Researchers Nielson unter 1.400 Teilnehmern in den USA. Im Dezember 2019 gab es etwas mehr als 646.000 Programmtitel in den traditionellen US-TV- und Streaming-Diensten. Bis Februar 2022 war diese Zahl laut Gracenote auf mehr als 817.000 angewachsen.

Streaming und Mediatheken von Pandemie befeuert

Gestreamter Content: Immer mehr TV-Konsumenten haben ein Abo (Foto: pixabay.com, Yousaf Bhutta)

Die Corona-Pandemie der vergangenen beiden Jahre hat das Nutzerverhalten in Sachen digitaler Medien zugunsten von Streaming-Diensten und Mediatheken verändert. Das zeigt eine Befragung von GFU Consumer & Home Electronics in Deutschland. 38 Prozent der befragten TV-Geräte-Besitzer sagen, dass Sie in den vergangenen zwei Jahren häufiger Sendungen der kostenpflichtigen Streaming-Dienste gesehen haben. Die Zahl derjenigen, die für sich keine Veränderung bei der Nutzung von Streaming-Angeboten verzeichnen, liegt mit 19 Prozent genau bei der Hälfte.

Spotify stellt auch Gratisdienste in Russland ein

Spotify stellt auch Gratis-Version in Russland ein (Bild: Pixabay/Photo Mix Company)

Die Nummer Eins im Musikstreaming-Markt, Spotify, stellt nach der Bezahlversion auch die kostenlosen Dienste in Russland ein. Grund seien die neuen Gesetze, mit denen die Verbreitung angeblicher Falschinformationen über russische Streitkräfte für strafbar erklärt wurde, so ein Sprecher gegenüber dem Nachrichtendienst Bloomberg. Das bedeute ein Risiko nicht nur für Spotify-Mitarbeiter, sondern "möglicherweise sogar unsere Hörer", hiess es.

Video-Games: Streamer wollen Film-Content

Gaming und TV: Adaptionen für das Fernsehen sind gefragt (Foto: robinjassigill, pixabay.com)

Immer mehr Streaming-Dienste nutzen geistiges Eigentum von Video-Games, adaptieren dieses in Filmen sowie Serien und erhöhen damit die Aufmerksamkeit für ihren Content. Laut einer neuen Studie des Technologieunternehmens Whip Media sind US-Nutzer der Ego-Shooter-Spieleserie "Halo" auch an der filmischen Umsetzung interessiert. 65 Prozent der wahrscheinlichen Halo-Nutzer abonnierten Paramount+. 71 Prozent haben bereits ein Halo-Game gespielt. 43 Prozent sehen sich nicht als begeisterte Gamer.

Musikstreaming liess 2021 die Kassen klingeln

Musikstreaming-Umsätze legen weiter kräftig zu (Bild:Shutterstock)

Der weltweite Musikmarkt ist im Vorjahr erneut kräftig gewachsen: Das Plus betrug laut dem internationalen Branchenverband IFPI 18,5 Prozent. Insgesamt wurden 25,9 Mrd. Dollar umgesetzt. Hauptverantwortlich dafür war laut dem gestern veröffentlichten „Global Music Report“ auch im zweiten Pandemiejahr der Streamingsektor, allen voran bezahlte Abomodelle. Diese wuchsen sogar noch eine Spur mehr als der Gesamtmarkt, und zwar um 21,9 Prozent auf bereits 12,3 Mrd. Dollar.

MGM-Übername durch Amazon in trockenen Tüchern

Bild: MGM Grand Hotel in Las Vegas (© Alexander Migl/ CC BY-SA 4.0)

Der Internetriese Amazon mit seinem Streamingdienst Prime hat die Übernahme des legendären Hollywood-Studios Metro Goldwyn Mayer (MGM) abgeschlossen. Die Rechte an beliebten Filmen wie den „James Bond“-Streifen, „Rocky“, „Das Schweigen der Lämmer“ oder „Basic Instinct“ liegen damit jetzt bei Amazon. Der Konzern zahlt 8,45 Milliarden Dollar.

Seiten

Streaming abonnieren