Bosch eröffnet in Dresden neue Halbleiterfabrik

Bosch investiert in die Herstellung von Chips für IoT und Autoindustrie (Bild: Bosch)

Bosch will am 7. Juni in Dresden seine neue Halbleiterfabrik im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offiziell eröffnen. Künftig will das Unternehmen am Standort vor allem Chips für das Internet der Dinge und die Autoindustrie bauen und investiert rund eine Milliarde Euro – die grösste Einzelinvestition in der 130-jährigen Firmengeschichte. Aktuell beschäftigt Bosch rund 250 Mitarbeiter in Dresden – bis zu 700 sollen es später einmal sein.

Frankreich und Deutschland forcieren Chip-Allianz

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Deutschland und Frankreich wollen angesichts von Engpässen bei der Versorgung mit Elektronikbauteilen eine geplante europäische Halbleiter-Allianz vorantreiben. Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire bezeichnete Halbleiter als das "neue Erdöl". Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte nach einem digitalen deutsch-französischen Wirtschafts- und Finanzrat, es sei intensiv diskutiert worden, wie ein gemeinsames europäisches Projekt auf die Beine gestellt werden könne.

Samsung will bis 2030 rund 125 Milliarden Euro in Chip-Technologie investieren

Halbleiterwerk von Samsung in Hwaseong in Südkorea (Bild:Samsung)

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung will angesichts der globalen Halbleiterknappheit seine Milliarden-Investitionen in die Chip-Technologie kräftig aufstocken. Bis 2030 sollen 171 Billionen Won (rund 125 Milliarden Euro) in das Geschäft mit modernen Chip-Prozessoren und der Auftragsfertigung investiert werden, wie der weltweit grösste Hersteller von Speicherchips mitteilte.

Biomüll als wertvolles Halbleitermaterial

Schleifen mit Siliziumkarbid-Trennscheibe (Foto: Janno Nivergall, pixabay.com)

Aus Kohlenstoff lässt sich mit Siliziumkarbid ein wertvolles Produkt herstellen. Das haben Forscher am Salk Institute for Biological Studies gezeigt. Siliziumkarbid gehört zu den härtesten keramischen Materialien, die es zu einem gesuchten Basismaterial für Schleifsysteme aller Art und Trennscheiben macht. Noch wichtiger ist das Material als Halbleiter für die Leistungselektronik, also die elektronische Beeinflussung und Steuerung von grossen elektrischen Strömen.

Halbleiter-Engpässe erreichen nun auch Telefone, Heimelektronik und Haushaltsgeräte

Auch bei Fritzbox-Hersteller AVM könnte es zu Lieferengpässen kommen (Bild: AVM)

Die Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen könnten in der nächsten Zeit neben der Autoindustrie auch die Hersteller von Unterhaltungselektronik oder Telekommunikationsgeräten treffen. Verbraucher müssten mit längeren Lieferzeiten und steigenden Preisen rechnen, berichtete die "Welt am Sonntag". Die Zeitung hatte 20 Anbieter etwa von Routern, Telefonen, Unterhaltungselektronik und Hausgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen befragt.

Auch Automobilkonzern Stellantis ächzt nun unter weltweiter Chipkrise

Zu Stellantis gehören 14 Automarken (Bild:Stellantis)

Der weltweite Mangel an Elektronikbauteilen macht auch dem Opel-Mutterkonzern Stellantis schwer zu schaffen. Im ersten Quartal (Januar bis März) konnten 190'000 Fahrzeuge nicht gebaut werden, das waren rund 11 Prozent der geplanten Produktion, wie der Fiat-Peugeot-Konzern an seinem Hauptsitz in Amsterdam mitteilte. Im Zeitraum von April bis Ende Juni werden Konsequenzen befürchtet, die noch weitgehender sind.

Infineon mit optimistischem Ausblick

Infineon gibt sich zuversichtlich (Bild: Infineon)

Der Chip-Boom lässt den deutschen Halbleiterhersteller Infineon optimistischer auf das gesamte Geschäftsjahr blicken. Das Münchner Unternehmen, das auch in Österreich in Villach in Kärnten ein grosses Werk hat, sagte einen Umsatz von elf Mrd. Euro für die zwölf Monate bis Ende September voraus und ist damit etwas zuversichtlicher als noch im Februar. Bedingung ist, dass der Dollar stabil bleibt. Auch die Umsatzrendite soll sich mit 18 Prozent etwas besser entwickeln als zuletzt angenommen.

Intel investiert im Kampf gegen Chip-Krise Milliarden in den USA

Intel buttert Milliarden in neue Chip-Produktionsanlagen (Logo: Intel)

Der Chipriese Intel steckt inmitten der globalen Halbleiter-Knappheit weitere Milliarden in den Ausbau seiner Produktion in den USA. Das Werk in New Mexico soll für 3,5 Mrd. Dollar aufgerüstet werden, wie der Konzern ankündigte. Dabei gehe es um die Einführung einer neuen Intel-Technologie, bei der Chip-Bauteile aufeinandergestapelt statt nebeneinander angeordnet werden. Sie soll für kompaktere und zugleich leistungsstärkere Prozessoren sorgen.

Kölner Ford-Werke wegen Chipmangel im Kurzarbeitsmodus

Ford: Kölner Werke im Kurzarbeitsmodus wegen Chipmangel (Logo: Ford)

Wegen fehlender Halbleiterchips müssen die Ford-Werke in Köln die Autoproduktion in den nächsten Monaten fast komplett einstellen. Der Konzern habe für die Zeit vom 3. Mai bis zum 18. Juni sowie vom 30. Juni bis zum 9. Juli mit der Arbeitnehmervertretung Kurzarbeit in der Produktion vereinbart, berichtete ein Unternehmenssprecher. In dieser Zeit stünden die Bänder still. Betroffen seien rund 5.000 der 15.000 Mitarbeiter in Köln.

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